Das Lernen an Grundschulen

learning-at-primary-schoolsDer Unterricht an deutschen Grundschulen wird oft gelobt, aber auch kritisiert. Zum einen hat das gemeinsame Lernen einen positiven Effekt auf die jungen Schüler, zum anderen wird die frühe Selektion als unfair betrachtet, gerade ausländische Kinder werden besonders benachteiligt. Kinder entwickeln sich in den ersten Lebensjahren unterschiedlich, manche verstehen den Unterrichtsstoff schnell, andere haben Schwierigkeiten mit ihm. Deshalb befürchten manche Lehrer und Eltern, dass vier Jahre Grundschule zu kurz sind um sicher behaupten zu können, ob ein Kind nach der Grundschule auf eine Hauptschule oder ein Gymnasium gehört.

Es wird auch darauf hingewiesen, dass in den meisten Ländern der Welt, die Grundschule sechs statt vier Jahre andauert. Doch die Politik sieht keinen Grund für eine Veränderung der bestehenden Gesetzte und will die frühe Selektion nicht ändern. Es wird darauf hingewiesen, dass Schüler jeweils von Haupt- und Realschulen oder Gymnasien versetzt werden können, falls sich die schulischen Leistungen während der 5. und 6. Klasse stark verbessern bzw. verschlechtern.

Der Schulstoff auf Grundschulen ist landesweit auf dem gleichen Niveau, es gibt jeweils ein oder zwei Klassenlehrer pro Klasse, und pro Tag gibt es fünf bis sechs Stunden Unterricht. Die wichtigsten Haupt- und Nebenfächer sind unter anderem Deutsch, Mathematik, Englisch, Sport, Musik und Religion – wobei Schüler die nicht christlichen Glaubens sind, vom Unterricht befreit werden können. Auch das Schwimmen wird ab der dritten Klasse gelehrt und die Leistung fließt in die Sportnote mit ein.

Es gibt seit gut 20 Jahren einen Anstieg an privaten Grundschulen im Land, gerade in den neuen Bundesländern, viele von ihnen sind Waldorfschulen, wo die Waldorfpädagogik gelehrt wird. Nach der Grundschule gibt es die weiterbildenden Schulen, die wichtigsten Formen wären die Sonder-, Gesamt-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien. Die Schulabschlüsse sind je nachdem Hauptschulabschluss, Mittlerer Schulabschluss, Fachhochschulreife und das Abitur. Nur nachdem man das Abitur erreicht hat, darf man an Universitäten studieren.

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