Gymnasien in Deutschland

gymnasiums-in-germanyIm deutschen Bildungssystem gehört das Gymnasium zu den weiterführenden Schulen, wo die Klassenstufen fünf bis dreizehn vertreten sind. Wobei die gymnasiale Oberstufe, 11 bis 12 bzw. 13 Klasse, besucht wird um ein Abitur abzuschließen und somit die Erlaubnis zum Studieren zu erhalten.

Anfang des 17. Jahrhunderts gab es Gymnasien nur für männliche Schüler, erst später im 19. Jahrhundert gab es die höhere Bildung auch für Mädchen, wobei die Schulen Lyzeum statt Gymnasium genannt wurden. Verglichen mit den heute möglichen Schulausbildungen, zum Beispiel an Gesamt-, Haupt- und Realschulen, besitzen Gymnasien das höchste Niveau und lehren neben den regulären Fächern wie Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Naturwissenschaften, Musik, Sport, Informatik, Kunst und Religion, auch Fremdsprachen wie Französisch oder Latein. Darüber hinaus werden verschiedene AGs von den Schulen angeboten. Praktika oder Berufsorientierter Unterrichtsstoff ist in der Regel im Lehrplan nicht vorgesehen, da erwartet wird, dass die Schüler ihr Abitur machen und dann studieren gehen. Wobei in Deutschland jährlich immer weniger Schüler studieren und stattdessen lieber eine Ausbildung beginnen.

Im Allgemeinem gibt es verschiedene Formen von Gymnasien, je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Regelungen und Gesetze. Man kann zwischen Fachprofilen wie humanistische Gymnasien oder mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasien unterscheiden. Beim ersten werden Sprachen wie Englisch, Französisch, Latein und Altgriechisch gelehrt, beim Letzteren stehen die Naturwissenschaften wie Chemie, Biologie, Physik und Mathematik im Vordergrund. Zusätzlich gibt es Wirtschaftsgymnasien, Sportgymnasien und musische Gymnasien. Den Schulabschluss nennt man die allgemeine Hochschulreife und in fast allen Bundesländern gibt es heutzutage das Abitur nach zwölf Jahren, anstatt der regulären dreizehn.

Seit den letzten 30 Jahren haben immer mehr Schüler die Möglichkeit genutzt, für ein Jahr im Ausland zur Schule zugehen, das sogenannte Auslandsjahr. Die Austauschschüler wechseln dann häufig mit einem Schüler des anderen Landes die Familie und Unterkunft aus. Sie könne so eine neue Kultur und Sprache kennen lernen, aber auch selbständiger werden und tolle Erfahrungen sammeln.

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